Stelle:
Stabsstelle Integrierte Sozialplanung
Beschreibung:

Armutspräventionsstrategie für den Landkreis Sömmerda

Um die wichtigen, weichenstellenden politischen Entscheidungen zum Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels im ländlich geprägten Landkreis Sömmerda künftig noch fundierter treffen zu können, bedarf es einer integrierten Sozialplanung, die das Thema ganzheitlich betrachtet. Ziel dieser Planung ist die Entwicklung und Umsetzung einer Armutspräventionsstrategie, um den Landkreis Sömmerda nachhaltig in der Aufgabe der Daseinsvorsorge zu stärken und im gesamten Planungsraum tragfähige Strukturen zielgerichtet zu etablieren. Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist die Planungskoordinatorin für die umfassende Vernetzung in den Sozialräumen verantwortlich und befördert die strategische Arbeit an der Armutspräventionsstrategie maßgeblich. Die integrierte Sozialplanung sowie die Erstellung der Armutspräventionsstrategie für den Landkreis Sömmerda werden gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Zur Umsetzung integrierter Planungsprozesse im Landkreis Sömmerda gibt es eine Stabsstelle Integrierte Sozialplanung, die direkt beim Dezernenten für Soziales, Gesundheit und Schule angesiedelt ist. In diesem dreiköpfigen Planungsteam arbeitet die Planungskoordinatorin für die Armutspräventionsstrategie eng zusammen mit der Jugendhilfeplanerin und der Integrationsmanagerin. Die Jugendhilfeplanung ist eine kommunale Pflichtaufgabe, die sich aus § 80 SGB VIII ableitet. Dort wird normiert, dass die Träger der öffentlichen Jugendhilfe im Rahmen ihrer Planungsverantwortung den Bestand an Einrichtungen und Diensten festzustellen, den Bedarf unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und der Personensorgeberechtigten für einen mittelfristigen Zeitraum zu ermitteln und die zur Befriedigung des Bedarfs notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend zu planen haben. Einrichtungen und Dienste sollen so geplant werden, dass insbesondere Kontakte in der Familie und im sozialen Umfeld erhalten und gepflegt werden können, ein möglichst wirksames, vielfältiges und aufeinander abgestimmtes Angebot von Jugendhilfeleistungen gewährleistet ist, junge Menschen und Familien in gefährdeten Lebens- und Wohnbereichen besonders gefördert werden und Mütter und Väter Aufgaben in der Familie und Erwerbstätigkeit besser miteinander vereinbaren können.

Zur Integration von Flüchtlingen hat der Freistaat Thüringen im Rahmen der ESF-Förderperiode 2014 bis 2020 die "Thüringer Initiative für lokales Integrationsmanagement in den Kommunen" - kurz: ThILIK aufgelegt. Als Maßnahme im Thüringer Integrationskonzept wird das Programm in einer zweiten Förderperiode nach Maßgabe der Armutspräventionsrichtlinie durch Zuwendungen des Freistaats Thüringen fortgesetzt. Seit Mai 2016 wird mit Implementierung des Integrationsmanagements im Landkreis Sömmerda der Integrationsprozess von Menschen mit Migrationshintergrund gefördert. Zu den zentralen Aufgaben gehören die intensive Netzwerkarbeit mit den regionalen Akteuren sowie die Analyse und der Aufbau der erforderlichen lokalen Strukturen für gelingende Integration. Um diese auch nachhaltig zu gestalten, soll ein kommunales Integrationskonzept erstellt werden und künftig als Grundlage für die Integrationsarbeit dienen.

Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten und geförderten Projekt zur "Kommunalen Koordination von Bildungsangeboten für Neuzugewanderte" konnten im Förderzeitraum von Juni 2016 bis Mai 2018 bereits kommunale Koordinierungsstrukturen für die Zielgruppe der Neuzugewanderten unter Einbindung der relevanten Bildungsakteure vor Ort aufgebaut werden. Perspektivisch strebt der Landkreis Sömmerda den Aufbau eines datenbasierten, kommunalen Bildungsmanagements an. Hierdurch sollen die bestmöglichen Rahmenbedingungen für lebenslanges Lernen aller im Landkreis Sömmerda lebenden Menschen geschaffen werden.

Übersicht der Leistungen

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